Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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lied-kleine-weisse-friedenstaube
Zu den angenehmen Presseartikeln gehört sicherlich für manche Leser der Bericht zum 100. Geburtstag der Schöpferin des Liedes »Kleine weiße Friedenstaube«. In Ostdeutschland wurde es in Kindergärten und Schulen gesungen. Die Verfasserin hatte sich 1949 durch ein Plakat mit der von Picasso gemalten Friedenstaube zu dem Lied veranlasst gesehen. Pablo Picassos Parteinahme für Frieden und gesellschaftlichen Fortschritt bezeugten u.a. Werke wie »Guernica« und »Friedenstaube«. Geehrt wurde er u.a. mit dem Weltfriedenspreis. Die Liedschöpferin hatte Flucht und Vertreibung im Januar 1945 erlebt. So entstanden die Verse »Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier, dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.« Auch ich habe die Vertreibung aus der westpreußischen Heimat im Januar 1945 miterlebt. Unvergessen bis heute ist z.B. der Beschuss unseres armseligen Flüchtlingstrecks durch britische Tiefflieger, weil Wehrmachtssoldaten die Treckwagen zum Schutz begleiteten. Unverständlich bleibt mir im Artikel die Bemerkung: »Nach der Wende verschwand es aus den Schulbüchern« – das von Erika Schirmer verfasste wunderschöne Lied von der Friedenstaube.mehr... -
wahlkampf
Auch in unserem Bundesland wird demnächst gewählt, eine Landesregierung die sich auch künftig um die Belange ihrer Bürger kümmert. Der zweite Teil des Wortes heißt Kampf. Der Kampf bezieht sich auf die Anzahl der Stimmen für ihre Partei und diese vertritt dann die Bürger und ihre Belange. Nun könnte man daran ablesen, wieviel Zustimmung der Wähler bisher für diese Partei und sein Wirken hatte und dann setzt er sein Kreuzchen dort. Das dies einigen nicht gefällt, ist zwar einleuchtend, sollte aber nicht in hasserfüllten Äußerungen wie in Wort und Schrift enden, das könnte ein Rohrkrepierer werden, denn dem Wähler darf zugemutet werden, das er solche Winkelzüge durchschaut. Nun wird Russland bemüht zur Verbreitung von Falschmeldungen, um die Wahlen zu beeinflussen. Also Leute – mich beeinflusst weder ein lächelndes Gesicht vom Laternenpfahl noch die großartigsten Versprechungen in Funk, Fernsehen und Presse. Da können die schnell zusammen gesetzten Gremien noch so verzweifelt trommeln. Ich weiß ja aus der Vergangenheit, was die jeweilige Partei bisher geleistet oder besser gesagt nicht geleistet hat, da nützen auch die großartigsten Versprechungen nichts.mehr... -
ddr-oldtimertreffen
Glänzender Lack, knatternde Zweitaktmotoren und Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte verbinden viele Menschen mit der Begeisterung für historische Fahrzeuge. Die Freude an Technikgeschichte und nostalgischem Handwerk ist unbestritten, doch wenn auf solchen Treffen die Grenzen zwischen Fahrzeugnostalgie und der Verharmlosung eines Unrechtsstaates verschwimmen, wird eine gesellschaftliche wie journalistische Debatte dringend notwendig. Immer wieder zeigen Berichte von regionalen Oldtimer- und Techniktreffen Teilnehmende, die in originalen Uniformen der Volkspolizei oder im Stil hochrangiger DDR-Funktionäre auftreten. Was von den Beteiligten meist als harmloser Freizeitspaß gedacht ist und als origineller Party-Gag oder kulissengerechte Unterhaltung inszeniert wird, entfaltet im öffentlichen Raum und in den Medien eine Wirkung, die Betroffene der SED-Diktatur tief erschüttert. Die Volkspolizei war kein historischer Trachtenverein, sondern das zentrale Exekutivorgan eines Repressionsapparates. Sie sicherte die Diktatur nach innen ab, überwachte Bürgerinnen und Bürger, verhaftete Andersdenkende und stützte ein Regime, das Grundrechte verweigerte und Lebensentwürfe zerstörte. Für Tausende bedeutete der Anblick dieser Uniformen reale Angst, Willkür und den schmerzhaften Verlust der persönlichen Freiheit. Wenn diese Symbole heute ohne jegliche Distanzierung getragen und als fröhlicher Unterhaltungsfaktor präsentiert werden, offenbart dies eine besorgniserregende Entkopplung von der historischen Realität. Die Grenze zwischen dem Erhalt von Oldtimern und dem Verharmlosen von Diktatursymbolen ist genau dort überschritten, wo Werkzeuge staatlicher Unterdrückung zur reinen Show umgedeutet werden. Verstärkt wird dieses Phänomen, wenn die mediale Berichterstattung solche Szenen unkritisch aufgreift. Die Reduzierung der DDR-Geschichte auf Ersatzteile, Nostalgie und Ostalgie-Romantik – garniert mit Fotos lächelnder Darsteller in Uniformen – bedient ein Narrativ, das das erlittene Unrecht unsichtbar macht. Medien tragen eine direkte Mitverantwortung für die regionale Erinnerungskultur. Wenn Veranstaltungen mit Diktatursymbolik wiederholt ohne journalistische Einordnung, historische Reflexion oder kritische Nachfrage abgebildet werden, entsteht ein verzerrtes Bild im öffentlichen Bewusstsein. Dieser Verzicht auf Differenzierung wirkt auf ehemals politisch Verfolgte wie eine nachträgliche Entwertung ihrer Leidensgeschichte. Ein reifer Umgang mit der Geschichte verlangt klare Differenzierung. Es ist problemlos möglich, Leidenschaft für die ostdeutsche Technikgeschichte zu pflegen, ohne gleichzeitig die Symbole eines Unrechtsstaates zu verharmlosen. Veranstalter, Teilnehmende und Journalisten sind gleichermaßen gefordert, Sensibilität zu zeigen und klare Grenzen zu ziehen. Eine demokratische Gesellschaft zeichnet sich schließlich dadurch aus, wie empathisch sie mit dem Unrecht der eigenen Vergangenheit umgeht. Wer Geschichte ausstellt oder medial aufarbeitet, darf das Leid der Opfer nicht ausblenden.mehr... -
reparaturen-und-sanierungen-in-den-ferien
»Schulen und Sportstätten werden in den Sommerferien repariert und saniert. KOE Rostock investiert rund 893.000 Euro« Irgendwann hatte ich das schon irgendwo gelesen, und bereits da fiel mir auf, dass der Betrag ja nicht unbedingt riesig ist, aber wenn man dazu keine Anzahl von Projekten hat, kann man das auch nicht wirklich vergleichen. Heute nun habe ich im »Städtischen Anzeiger« vom 24. Juli 2026 einen Artikel dazu gelesen und in diesem wird grob über die Verteilung der Gesamtinvestition berichtet: 194.000 Euro für drei Projekte/150.000 Euro für Reparaturarbeiten in einer Grundschule/40.000 Euro für eine Berufsschule. In insgesamt 13 Schulprojekte soll der Betrag von 843.000 Euro fließen und plötzlich erschien mir dieser Betrag doch »ziemlich dürftig«. Wir haben Objekte von zig Millionen Euro, die im Entstehen sind und wir zahlen zusätzlich zum Gehalt pauschale Leistungszulagen als Boni an alle unsere städtischen Mitarbeiter in Höhe von jährlich insgesamt 2,3 Millionen Euro, nur, weil sie im Tarifvertrag stehen, aber wenn es um die Sanierung von Schulen und schulischen Einrichtungen geht, können wir nur eine »bescheidene« 893.000 Euro Investition für 13 Projekte locker machen. Ich denke, hier haben sich die Relationen gründlich verschoben.mehr... -
zu-einseitig
Zu »Einseitige Sichtweisen«, vom 2. August, Seite 2. Wenn sie den Fakten zustimmen, ist das schon der halbe Weg. Für mich als diplomierter Staatswissenschaftler sind Zusammenhänge und Ursachen Grundbedingung für Wertungen. Was ihre Behauptung der fehlenden anderen Seite betrifft. Mit Ende des »Kalten Krieges« gab es die Chance für eine friedliche Zusammenarbeit der Völker dieser Erde, sie wurde vertan. Der Warschauer Vertrag aufgelöst, dagegen expandierte die NATO und führte, als »Verteidigungsbündnis«, den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien. Die BW war 20 Jahre in Afghanistan. Peter Struck (SPD) März 2004: »Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt.« Im Mai 2021 war der Einsatz »strategisch gescheitert« (Enquetekommission). Vielen sind die sich an den Flugzeugen klammernden Menschen im Gedächtnis, als die USA Truppen, ohne ihre Partner zu informieren, fluchtartig das Land verließen. Kommandeure berichteten später: »Wir wussten nicht mal gegen wen wir kämpften.« Die Auswirkungen reichen bis heute. Sie haben Recht mit ihrer Aussage, die Bürger sollen selbst entscheiden. Im Referendum auf der Krim entschieden die Einwohner wieder zu Russland zu gehören, die Republiken Donez und Lugansk widersetzten sich der von den USA mit 5 Mrd. (Nuland »Fuck the EU«) unterstützten Maidanputsch Regierung. Acht Jahre führte Kiew Krieg gegen die »Selbstbestimmung«. Der Kreml hat in den Jahren mit Minsk I. und II. versucht den Bürgerkrieg zu beenden. Kanzlerin Merkel und ihr frz. Amtskollege stellten die »Garantiemächte« da. Der Merkel Ausspruch: »Wir brauchten Zeit um die UK aufzurüsten«, ist bekannt. In Übereinstimmung mit dem Völkerrecht unterstütze die RF die VR und die Krim ab Febr.2022. Die UN war schon ein »Papiertiger«. Noch einmal, Viktoria Nuland nach dem Platzen der Friedensverhandlungen im April 2022: »Die Briten und wir« haben Kiew empfohlen die Verhandlungen von Istanbul platzen zu lassen. Inhalt: (Nachdenkseiten 9.9.2024). Inzwischen ist diese »Militärische Sonderoperation« zum Krieg der UK, mit Unterstützung der NATO, mit der RF mutiert und Bestandteil der weiteren Kriegsgebiete. Die RF hat militärische Ziele in Kiew, darunter Raketenproduktionsstätte der USA und Kiew zuvor Ölraffinerien internationaler Eigentümer angegriffen, was bestimmte »irre« Handlungen erklärt. »Sanktionen« und »harte Hand« erhöhen die Weltkriegsgefahr. Kein Volk der Erde ist mein Feind, zurück zur UN, Diplomatie, Gleichberechtigung und Achtung der Interessen des Anderen, ohne »Führungsansprüche«.mehr...
