Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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zu-einseitig
Zu »Einseitige Sichtweisen«, vom 2. August, Seite 2. Wenn sie den Fakten zustimmen, ist das schon der halbe Weg. Für mich als diplomierter Staatswissenschaftler sind Zusammenhänge und Ursachen Grundbedingung für Wertungen. Was ihre Behauptung der fehlenden anderen Seite betrifft. Mit Ende des »Kalten Krieges« gab es die Chance für eine friedliche Zusammenarbeit der Völker dieser Erde, sie wurde vertan. Der Warschauer Vertrag aufgelöst, dagegen expandierte die NATO und führte, als »Verteidigungsbündnis«, den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien. Die BW war 20 Jahre in Afghanistan. Peter Struck (SPD) März 2004: »Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt.« Im Mai 2021 war der Einsatz »strategisch gescheitert« (Enquetekommission). Vielen sind die sich an den Flugzeugen klammernden Menschen im Gedächtnis, als die USA Truppen, ohne ihre Partner zu informieren, fluchtartig das Land verließen. Kommandeure berichteten später: »Wir wussten nicht mal gegen wen wir kämpften.« Die Auswirkungen reichen bis heute. Sie haben Recht mit ihrer Aussage, die Bürger sollen selbst entscheiden. Im Referendum auf der Krim entschieden die Einwohner wieder zu Russland zu gehören, die Republiken Donez und Lugansk widersetzten sich der von den USA mit 5 Mrd. (Nuland »Fuck the EU«) unterstützten Maidanputsch Regierung. Acht Jahre führte Kiew Krieg gegen die »Selbstbestimmung«. Der Kreml hat in den Jahren mit Minsk I. und II. versucht den Bürgerkrieg zu beenden. Kanzlerin Merkel und ihr frz. Amtskollege stellten die »Garantiemächte« da. Der Merkel Ausspruch: »Wir brauchten Zeit um die UK aufzurüsten«, ist bekannt. In Übereinstimmung mit dem Völkerrecht unterstütze die RF die VR und die Krim ab Febr.2022. Die UN war schon ein »Papiertiger«. Noch einmal, Viktoria Nuland nach dem Platzen der Friedensverhandlungen im April 2022: »Die Briten und wir« haben Kiew empfohlen die Verhandlungen von Istanbul platzen zu lassen. Inhalt: (Nachdenkseiten 9.9.2024). Inzwischen ist diese »Militärische Sonderoperation« zum Krieg der UK, mit Unterstützung der NATO, mit der RF mutiert und Bestandteil der weiteren Kriegsgebiete. Die RF hat militärische Ziele in Kiew, darunter Raketenproduktionsstätte der USA und Kiew zuvor Ölraffinerien internationaler Eigentümer angegriffen, was bestimmte »irre« Handlungen erklärt. »Sanktionen« und »harte Hand« erhöhen die Weltkriegsgefahr. Kein Volk der Erde ist mein Feind, zurück zur UN, Diplomatie, Gleichberechtigung und Achtung der Interessen des Anderen, ohne »Führungsansprüche«.mehr... -
krieg-ist-alltag-geworden
Zu »Einseitige Sichtweisen«, vom 2. August, Seite 2. Ich kann dem nur zustimmen. Russland wird von einem Diktator und Aggressor geführt. Putin, der wievielte Putin das ist, weiß ich nicht... Die meisten Russen sind stark manipuliert und folgen ihrem Zaren, ein russischer Schriftsteller sprach mal von einem alten Sklavenvolk. Die Ukrainer kämpfen für ihre Heimat und sind die Grenztruppen für Europa. Es wurden viele wahre Flüchtlinge aufgenommen, die bekamen einen Aufenthaltstitel. Man reist auch mal wieder in die Heimat, um Dokumente für Ämter zu besorgen, um ihre Männer und Söhne mal wieder zu sehen. Die Ukrainer erleben täglich russische Angriffe, kommen kaum zum schlafen, gehen aber morgens zur Arbeit, wenn möglich feiern sie auch, der Krieg ist Alltag geworden. Leider sind viele Deutsche und Deutsch Russen pro Putin eingestellt und lehnen die Ukrainer ab. Die russische psychologische Kriegsführung wirkt... Slava Ukrainiemehr... -
wenig-realitaet
Zu »Frieden oder Krieg«, vom 2. August, Seite 2. Werte Frau Träger, Ihr Artikel im Blitz hat mich nachdenklich gemacht im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen. Kennen sie jemanden, der nicht für den Frieden ist? Haben Sie eine Empathie für die Kinder in Kiew? Wäre die Russifizierung eine Option? Ich kenne keine Aussage, dass die »böse« NATO Russland angreifen will und wollte. Putin zeigt gerade, was er will. Die ehemalige DDR als Friedensstaat hinzustellen, finde ich zynisch - ich bin dort aufgewachsen. Ich möchte Ihnen mit einem Ausspruch von Albert Einstein entgegnen »Die Welt ist viel zu gefährlich, um darin zu leben - nicht wegen der Menschen, die Böses tun, sondern wegen der Menschen, die sie gewähren lassen«. Naiver Glaube hat leider wenig mit der Realität zu tun.mehr... -
120018
Zum Leserbrief "Der geplante Umbau des IFG" vom 7. Juli 2026: Einige Leser haben dieses aktuelle Thema bereits aufgegriffen, aber es waren bisher viel zu wenig, wenn man berücksichtigt, wie wichtig das Informationsfreiheitsgesetz ist, weil es darin um das Recht der Bevölkerung auf Offenlegung von Vorgängen , Transparenz, Kontrolle und Rechenschaftspflicht der staatlichen Verwaltungen, Ämter und Behörden geht. Herr Peter Ahrend hat in seinem Leserbrief vom 7. Juli 2026 umfassend dargestellt, was auf uns zukommt, wenn die Bundesregierung ihre Absicht durchsetzt, im Rahmen des „Bürokratieabbaus“ dieses Gesetz umzugestalten und neu zu formulieren. Etwas genervt war ich wegen des “ewigen“ Vergleichs mit der ehemaligen DDR, denn mir erschließt sich nicht, was ein Gesetz, das 2006 im Bundestag (nicht grundlos) beschlossen wurde, mit Strukturen in einem Land vor 1989 zu tun hat, aber ansonsten kann ich die Ausführungen voll unterstützen und vielleicht noch bemerken, dass es selbst mit diesem Gesetz schon äußerst schwierig ist, Auskünfte zu bestimmten Vorgängen zu bekommen. Sollte also das IFG nach den Vorschlägen der Regierung geändert werden, hat das eine massiv eingeschränkte Informationspflicht gegenüber der Bevölkerung zur Folge, die Auskünfte auf ein Minimum reduzieren kann. Und wann immer interessierte Bürger und Bürgerinnen Fragen zu Projekten, Maßnahmen, Entwicklungen und anderen Vorgängen stellen, heißt das noch lange nicht, dass sie dann auch ein „berechtigtes Interesse“ haben und dies nachweisen können. Was ist in diesem Zusammenhang eigentlich ein „berechtigtes Interesse?“ Wer befindet darüber? Für mich wird damit ein demokratisches Selbstverständnis beschnitten und in Frage stellt. Im Leserbrief vom 7. Juli 2026 wird alles Wichtige zu dieser Problematik gesagt. Hinzufügen möchte ich noch, dass es im Internet auch eine „Petition zum IFG“ gibt. Mehr als 29.800 Bürger haben dort bereits unterschrieben.mehr... -
co2-abgabe-streichen
Zur Landtagswahl versprechen einige Parteien das Ende der CO2-Abgabe auf Benzin und Diesel: angeblich für billigeres Tanken. Nur: Zuständig dafür ist nicht das Land, sondern der Bund; der CO2-Preis steht im Brennstoffemissionshandelsgesetz. Versprochen wird also, was eine Landesregierung gar nicht halten kann. Und selbst wenn - wer garantiert, dass die Ersparnis an der Zapfsäule ankommt? Der Tankrabatt hat es gerade gezeigt: 1,6 Milliarden Euro Steuergeld, doch beim Diesel kamen laut Ifo-Institut im Schnitt nur 12 der 16,7 Cent pro Liter beim Autofahrer an. Der Rest blieb bei den Mineralölkonzernen hängen; auch die Monopolkommission kam zu diesem Ergebnis. Ähnlich bei der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie: Speisen werden seit Januar nur noch mit 7 statt 19 Prozent besteuert, doch drei Viertel der Betriebe ließen ihre Preise unverändert. Steuergeschenke kommen eben nur an, wenn am Ende auch die Preise sinken. Dabei hätte das Geld einen echten Nutzen: Die CO2-Einnahmen fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds und finanzieren, was viele direkt betrifft - die Förderung für Heizungstausch und energetische Sanierung, den Ausbau der Stromnetze usw. Fällt die Abgabe weg, fehlt dieses Geld, während die Folgen des Klimawandels teuer bleiben: Der Hagel in Zarrentin hat gezeigt, was auf uns zukommt. Kommunen brauchen Mittel gegen Hitze und Starkregen: für entsiegelte Plätze und Grün, das Wasser speichert, statt Keller zu fluten. Wer die Abgabe streicht, spart am Sprit und zahlt am Ende doppelt: am zerstörten Dach und im vollen Keller. Statt fossile Preise schönzurechnen, sollten wir in Busse, Netze und Vorsorge investieren. Das entlastet - nicht an der Zapfsäule, aber im Alltag und in der Zukunft.mehr...
