Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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timmy
So hart es klingt, es ist nicht der erste Wal, der in der Ostsee gestrandet ist. Es wurde viel getan, um das Tier zu retten, aber wir sollten auch die Natur respektieren. Der Wal findet bei uns keine Nahrung und verträgt das Ostseewasser nicht. Wie groß ist das Mitgefühl und das Interesse der Gesellschaft, wenn ein Mensch krank und verwirrt auf einer Parkbank sitzt?Findet sich da auch ein Millionär, der die Kosten für die teure Spezialbehandlung übernimmt? Nach Meinung der Beobachter verstehen wir also die Sprache der Wale und wissen, was er uns sagen will. Verstehen wir auch einen Menschen, der unsere Sprache nicht spricht und der sich in der fremden Stadt verlaufen hat? Tierschutz ist wichtig, es darf nur keine Ideologie werden, die jeden gesunden Menschenverstand ausblendet. Der Wal ist krank und verwirrt. Was geht in den Köpfen der Menschen vor, die Drohbriefe und Morddrohungen versenden? Wer einen Menschen mit Gewalt und Mord droht, nur weil eine getroffene Entscheidung nicht gefällt, hat sich weit von den Werten unserer Demokratie und unserer Gesellschaft entfernt.mehr... -
es-muss-auch-mal-gut-sein
Seit Tagen nimmt ganz Deutschland Anteil am Schicksal des gestrandeten Wals in der Ostsee von MV. Wohl jeder hätte gewünscht, dass es gelingen würde, das Tier wieder in tiefes Gewässer zu bringen und es zu retten. Aber alles umsonst, und erfahrene Meeresbiologen bestätigen, dass der Wal nicht überleben kann, weil er offensichtlich so krank ist, dass er keine Überlebenschance hat. Also soll er in Ruhe sterben und nicht weiter mit Rettungsversuchen gequält werden. Dass das den Tierfreunden nicht gefällt und sie traurig macht, ist verständlich und nachvollziehbar. Das es jetzt aber eine unwürdige deutschlandweite Kampagne gegen die Retter gibt, in der sie beschuldigt werden, zu wenig getan zu haben und den Wal vorsätzlich sterben lassen, ist nun wirklich zu viel. Strafanzeigen gegen Minister Backhaus, Beschimpfungen und sogar Morddrohungen gegen die vielen freiwilligen Helfer, das geht nun wirklich zu weit und hat mit Tierliebe nichts mehr zu tun. Wo sind wir nur hingeraten, wenn das Internet nur hauptsächlich genutzt wird, um blinden Hass und eigenen Frust auszuleben? Es ist nun mal der Lauf des Lebens, dass am Ende der Tod steht. Wenn Fachleute zu dem Schluss kommen, dass es besser ist, den Wal nicht weiter zu quälen und der Natur ihren Lauf zu lassen, dann darf man dem auch mal vertrauen und es akzeptieren. Ich würde mir wünschen, diese Eiferer und Hasskommentatoren würden menschlichem Leid genauso engagiert begegnen, über das so oft hinweg gesehen wird.mehr... -
licht
Die Sonne steigt zu früher Stunde aus ihrem Nachtversteck nach oben, das feuchte Gras im Wiesengrunde ist nun dem Lichte ganz verwoben. Das Ried am Fluss, gewiegt vom Winde, will Wärme auch für sich erlangen, grad wie am Waldesrand die Linde. Ein schöner Tag hat angefangen.mehr... -
waldlicht
Das Schattengewand hat Gegengewicht im hölzernen Land. Ein helles Gedicht. Im Bäumeverband das wärmende Licht - behütende Hand auf deinem Gesicht.mehr... -
das-mass-ist-schon-lange-voll
Jeder aufmerksame Beobachter sieht sie immer wieder: Streunernde, nach Obdach und Futter suchende Katzen. Einst vom Menschen gezähmt und seitdem auf ihn angewiesen, schlagen sie sich nun durch ihr Leben auf der Straße. Häufig ausgesetzt, verwildert und von Krankheiten gezeichnet, durchsuchen sie menschliche Abfälle oder betteln beim Laden um die Ecke. Hinzu kommt die mütterliche Fürsorge ihrer, immer wieder dort, neu geborenen Jungtiere, die das gleiche Schicksal erwartet. Einige beherzte Menschen füttern mal hier und mal dort, versuchen das Leid da draußen irgendwie zu lindern. Doch das reicht bei Weitem nicht aus. Die Tiere bräuchten ein Zuhause, sollten medizinisch versorgt und auf jeden Fall kastriert werden, um die Population nachhaltig einzudämmen. Diesen Auftrag haben in den Städten und Gemeinden unseres Landkreises die Ordnungsämter. Dort tut man sich jedoch schwer. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Aufgaben an die Gemeinden deligiert, ohne dass der Bund ausreichend Gelder zur Verfügung stellt. Vermeintlich unwichtige Themen wie der Tierschutz bekommen somit noch weniger Ressourcen, was immer wieder zu Diskussionen über die Verantwortung bedürftiger Tiere zwischen den Helfenden und den Mitarbeitern der Ämter führt. Konnte man vor einigen Jahren noch zusammenarbeiten, wird heute die Verantwortung häufig auf die Helfenden geschoben, oder diese sogar rechtswidrig verweigert. Zwei Fälle aus den Jahren 2025 und 2026 zeigen diese Misere stellvertretend auf: Im Fall 1./2025 erklärte sich ein Amt bereit, die Kosten für die Kastration einer Straßenkatze zu übernehmen, um sie danach für eine Genesungszeit in ein Tierheim einzuweisen. Dazu kam es jedoch nicht. Das Tier wurde aufgrund von Krankheitsanzeichen und damit verbundenen weiteren Kosten für Diagnose und Behandlung eingeschläfert. Absprachen mit dem Tierschützer, welcher um die Rettung und weitere Unterbringung des Tieres bemüht war, erfolgten nicht. Im Fall 2/2026 meldete sich eine Bürgerin mit einer Notsituation bei einem weiteren Amt. Die Amtsangestellte verwehrte jedoch, selbst nach klarem Hinweis auf ein mögliches Verenden des Tieres, die notwendige Hilfe, nahm dessen Tod billigend in kauf. Erst durch Hilfe der Tierpension Holthusen unter Leutung von Frau Erpenbeck, konnte das Tier noch am selben Tag einem Tierarzt vorgestellt werden. Das leidende Tier musste eingeschläfert werden. Zwei tote Tiere - zwei Einzelschicksale, besiegelt durch die Willkür und Pflichtverletzung des Staates gegenüber ihm schutzbefohlener Strassenkatzen. Dabei wäre es doch möglich, dieses Trauerspiel zu beenden. Bereits eine ordentlich finanziert - und durchgesetzte Kastrationspflicht, Chippflicht und Züchterverbot würden eine nachhaltige Linderung von Leid und Senkung von Gemeinkosten bewirken und damit eine entscheidene Errungenschaft für den Tierschutz bedeuten. Sind wir es den Tieren nicht auch schuldig? Sollte es uns das nicht wert sein?mehr...