Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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frieden-oder-krieg
Kein gesunder Menschenverstand braucht Krieg. Kriegstüchtigkeit bedingt ein Feindbild. Ich will, wie auch im Beitrag vom 24.5. Klaus Rosin formulierte, nicht kriegstüchtig sein. Die Antwort auf K. Rosin´s Mahnung im Blitz vom 31. Mai, S. 2 ist von einem gefestigten Feindbild geprägt. Kein Volk dieser Erde ist mein Feind. Eine Freundin sagte mir kürzlich, wenn Russland mein Feind ist, wer ist dann mein Freund. Die öffentlich-rechtlichen Medien blenden die Ursachen der gegenwärtigen Kriege in der Welt aus. Statt Diplomatie existiert das Faustrecht. Die UN wird »ausgeblendet«. Am 26.5. eröffnete der Chinesische Außenminister Wang Yi in New York die UN Tagung. China hat für einen Monat den Vorsitz im UN Sicherheitsrat. Yi forderte die UN und das internationale Völkerrecht zu stärken. Die dringenden Reformen müssen einer globalen Sicherheits- und Entwicklungsstruktur dienen. Wo wurden darüber Nachrichten im ÖR gefunden? Trump meinte im Januar die UN interessiert ihn nicht. Trotz Verhandlungen griffen Trump und Netanjahu völkerrechtswidrig den Iran an, jetzt mehrfach. Wie im Gaza, im Iran, in Afghanistan, im Irak, in Syrien u.a. wurden durch Sanktionen, direkter Einmischung, falschen Behauptungen Kriege geführt. In der UK haben die USA, selbst bekennend, mit 5 Mrd. Dollar den Putsch 2014 finanziert. Haben wir uns alle schon an Krieg, Tod, Flucht und Zerstörung gewöhnt? Welche Gefahr aus »lokalen Kriegen« entstehen sahen wir in der vergangenen Woche. Eine Drohne traf ein Wohngebiet in Rumänien, für Merz u.a. war sofort Putin der Verursacher. Wer sie wirklich lenkte, wollte den Art. 5 der NATO! Am 30.5. traf eine ukrainische Kampfdrohne die Turbinenhalle des Blocks 6 des KKW Saporischschja. Was ist Abschreckung wert? Friedensfähig statt kriegsfähig! Wir brauchen nicht die stärkste Armee in Europa!mehr... -
kinder
Wenn die Menschen mehr Kinder bekommen sollen , müssen die Bedingungen besser werden. Da ist die soziale Unsicherheit. Wer heute noch einen Arbeitsplatz hat, kann morgen auf der Straße stehen. Wo findet ein junges Paar eine passende und bezahlbare Wohnung? Wo finden Eltern einen Kinderarzt und eine gewaltfreie Schule? Ab den 5. Schuljahr gibt es keine Betreuung im Hort. Ein Elternteil muss Teilzeit arbeiten, um das Kind am Nachmittag zu betreuen. Eine Garantie für eine geringe Rente im Alter. Ein anderer Faktor ist die Kriegsrethorik in Deutschland. Wir müssen uns auf einen Angriff einstellen. Deutschland muss kriegstüchtig werden. Sollte Deutschland nicht besser für Friedensgespräche stehen? Immer noch mehr Waffen und Geld für die Ukraine, immer noch ein weiterer Schritt zur Kriegspartei. Herr Wadephul fordert weitere 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Was wird für die Bildung der Kinder und für die Sanierung der Schulen ausgegeben? Wie kann es sein, dass in einer Industrienation immer weniger Kinder lesen und schreiben können? Deutschland muss kinderfreundlich werden. Menschen mit Hund sind in jeden Hotel oder Restaurant willkommen. Menschen mit Kind lesen immer öfter " Adults only".mehr... -
traditionen
Am 6. Juni begeht Deutschland zum zweiten Mal den Tag der Bundeswehr. Am 26. März debattierte der Bundestag über den Bericht des Wehrbeauftragten. Mehrfach sprachen die Redner den 15. Juni als Gedenktag für die Veteranen der Bundeswehr an. Bei allem Respekt für die Soldaten, die in Auslandseinsätzen ihr Leben riskierten, mir kommen auch andere Gedanken. Vor 70 Jahren wurde nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die NVA der DDR gegründet. Eine Armee, die ihre Soldaten nicht in Auslandseinsätze schickte. Vielmehr war sie zum Schutz der DDR und als Teil des Warschauer Vertrages zur Erhaltung des Friedens in Europa verantwortlich. Im Juli 1956 wurde das Artillerieregiment 8 aufgestellt und später in Rostock stationiert. Alljährlich am 6. Juli treffen sich aus diesem Anlass ehemalige Angehörige des AR 8, Erinnerungen an die gemeinsame Zeit werden ausgetauscht, über aktuelle Probleme diskutiert und der Kameraden gedacht, die nicht mehr unter uns sind. Veteranen einer Armee des Friedens.mehr... -
studie-kinderwohl
Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht auf einem Gebiet negative Entwicklungen öffentlich werden. Dabei hat gerade das Thema Kinderwohl und Bildung eine besondere Bedeutung für die Zukunft des Landes. Hier werden die entsprechenden Weichen gestellt. Das schlechte Bild, das Deutschland nach der UNICEF-Studie abgibt, lässt sich nicht so schnell und leicht korrigieren. Es ist ein Armutszeugnis, das dies Studie Deutschland bescheinigt. Geld fehlt überall. Wo soll es herkommen? In fast allen Bereichen, ob Kultur und Sport, ob Wirtschaft, Soziales, oder Arbeitsmarkt und Gesundheit, überall klemmt es. Andererseits wurden für die Ukraine nach glaubhaften Aussagen bislang 100 Milliarden € ausgegeben und ein Ende ist nicht in Sicht. Ähnliches gilt für die Bundeswehr. Was nützt die Kriegsfähigkeit, wenn die Zukunftsbereiche auf der Strecke bleiben. Ohne Kinderwohl und Bildung für alle ist alles nichts.mehr... -
dokumentarfilm-kommunist
Es war voraussehbar, dass der Film »Kommunist« des Filmkunstfestes in Schwerin Zustimmung und Widerspruch auslösen würde. Bewusste Vermittlung eines geschönten DDR-Bildes lautete der Vorwurf, der Filmautor habe sich positioniert, statt Geschichte zu zeigen. Verständlich, dass Leitung des Filmkunstfestes MV, Filmautor und die MV Filmförderung GmbH eine derartige Kritik zurückwiesen. Es ist ein künstlerischer Dokumentarfilm u.a. mit Bildern von Demonstrationszügen, die der damalige Kameramann aufgenommen, jedoch nicht inszeniert hatte. Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration (auch ich gehöre dazu) kennt diese übertriebenen Aufmärsche im Gegensatz zur heutigen Generation, die sie nur in Filmen wie diesem sehen kann mit der Erkenntnis, welche Formen eine Ideologie, also Entwicklung und Inhalt der gesellschaftlich bedingten Gedankenwelt, annehmen kann. Seit Bestehen des Mediums Film gibt es derartige Filme, verwiesen sei nur auf die propagandistisch entstandenen Demonstrationsfilme der NS-Zeit, die wiederholt immer wieder im Fernsehen dem Zuschauer zugemutet werden. Sie sollen, verbunden mit dem Unterricht der Schulen, der Aufarbeitung der deutschen Geschichte dienen. Meiner Auffassung nach ist daher Kritik an der Vorführung des Films »Kommunist« zu kurz gegriffen.mehr...