Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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rostock-doch-keine-schmuddelstadt-2
Zu den Leserbriefen »Rostock = Schmuddelstadt«, BLITZ vom 21. Juni, und »Sauberkeit in Rostock«, BLITZ vom 28. Juni So kann man das nun auch wieder nicht sagen. Es gibt schon einige »spezielle« Ecken in der Stadt, vielleicht nicht unbedingt im Stadtkern, aber ich kenne doch einige Standflächen von Glas- und Papiercontainern, die oft vor Müll überquellen und mit Restmüll zugeschüttet sind, sodass man sich fragen muss: Was ist denn hier los? Wer glaubt denn da, einfach seinen Müll in den freien Raum schütten zu können, damit ihn andere wegmachen? Und ganz spontan fällt mir dazu die Containerstelle Ecke Herweghstraße ein. Gut, es wird dort in Abständen mit Steuergeldern wieder sauber gemacht, aber letztendlich ist es eine »regelmäßige« Zumutung für die Anwohner. Eine Sammelstelle für Glas, Papier und Pappe. Was ist da nicht zu verstehen? Auch ein Containerplatz in der Paulstraße ist mir da schon oft negativ aufgefallen. Und jeder kann sich an die Vorgänge im Südstadt-Center und Klenow-Tor erinnern, die hoffentlich nun »Geschichte« sind. Aber es geht ja nicht nur um die Müllecken in der Stadt. Ganz besonders schlimm finde ich die unkontrolliert und furchtbar besprühten Hausfassaden, besonders in der KTV, die den Eindruck eines schmuddeligen Viertels bei Einwohnern und Besuchern hinterlassen. Oft liegen auch Papierfetzen und Plastikteile auf Straßen und Gehwegen herum. Das sogenannte »Szene-Viertel« hat so viele kulturelle und interessante Besonderheiten zu bieten. Ich finde es einfach schade, dass es durch die beschmierten Häuserwände so in Erscheinung tritt. Eine sehr präsente Müllhalde fällt mir zum Schluss aber doch noch ein. Sie befindet sich nicht in der Innenstadt, ist aber deshalb nicht unwichtiger. Ich spreche von der »Müllhalde« auf dem Innenhof des Sieben-Geschossers in Langenort (dem ehemaligen Reedereigebäude/ehemaligen Flüchtlingsheim), die in der Hitzeperiode, bei 37 Grad, bestimmt gen Himmel gestunken hat. Diese Ansammlung besteht schon seit Jahren, zunächst in zwei Baucontainern, die aber im vergangenen Jahr ausgeschüttet und abgeholt wurden. Seitdem liegt der Müll auf der Rückseite des Hauses auf der Erde verstreut, für Ratten und Wildschweine eine wahre Fundgrube. Weiterer Einrichtungsmüll kam hinzu und bei Wind und Wetter fliegen Papier und Plastik nicht selten über den Zaun auf die Nachbargrundstücke oder auf gegenüber liegende freie Flächen. Auch auf »Klarschiff Rostock« wurde schon mehrfach auf diese Situation hingewiesen. Der letzte Eintrag ist vom 28. Mai 2025, also seit mehr als einem Jahr. Passiert ist bisher – leider nichts! Es ist ja richtig, dass es überall Ignoranten gibt, die ihre Zigarettenkippen und ihren Kaugummi an Haltestellen und vor Geschäften breittreten müssen oder die ihren Müll illegal in Wäldern abladen, aber es wäre doch schön, wenn jeder ein bisschen mehr Verantwortung für die Umwelt und die Sauberkeit in der Stadt zeigen würde. Darüber muss man einfach sprechen!mehr... -
nicht-zu-uebersehen
Zu den Leserbriefen »Rostock = Schmuddelstadt«, BLITZ vom 21. Juni, und »Rostock ist nicht dreckig«, BLITZ vom 5. Juli Der Leserbriefschreiber vom 21. Juni hat doch Recht. Ich weiß nicht, wo Herr Christian K. wohnt und ob er über die vielen Schmuddelecken hinwegsieht. Ich gebe dem Briefeschreiber vom 21. Juni recht, unsere Stadt ist sehr schmutzig geworden. Ich bin kürzlich mit der Straßenbahn gefahren, was da alles im Gleisbett gelegen hat, und habe so für mich gedacht, warum entsorgen die Leute nicht ihren Müll in die entsprechenden Behälter, auch für Zigaretten ist was da. Ich gebe Ihnen Recht Herr Christian K. – Rostock ist wirklich eine schöne Stadt – aber die Schmuddelecken sind nicht zu übersehen ... Ich weiß nicht, das viele Leute einfach was fallen lassen und sich nicht daran stören, ob es vielleicht mich nur stört? Ich habe für so ein Gebaren kein Verständnis. Ich war schon lange nicht in Polen und kann dazu nichts sagen, aber ich frage Sie, Herr Christian K., was hat die Wasserqualität mit dem ganzen Schmutz zu tun?mehr... -
armes-deutschland
»Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.« Diese Worte von Heinrich Heine sind aktueller denn je. Kanzler Merz hatte geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, aber das Gegenteil ist der Fall. Uns wird immer suggeriert, Deutschland sei ein reiches Land. In einem reichen Land würde es aber keine Altersarmut, keine Kinderarmut, keinen Pflegenotstand, keine maroden Schulen usw. geben. Deutschland hat 2,5 Billionen Euro Schulden. Das sind pro Kopf vom Baby bis zum Greis 35.000 Euro. Durch die Milliarden Kredite für die Ukraine steigt dieser Betrag ständig, denn man kann nicht davon ausgehen, dass die Ukrainer das Geld irgendwann zurückzahlen kann. Die Krankenkassen haben große Defizite, weil Millionen Menschen nichts einzahlen, aber die volle Versorgung genießen. Noch ein Wort zur Freigabe von Cannabis: Die Freigabe erfolgte nur, damit die Leute nicht viel nachdenken und diese unfähigen Politiker wählen. Ich bin kein Freund von KI, aber eine KI-Regierung würde es garantiert besser machen als diese Dilettanten. In der DDR-Regierung saßen auch viele Nullen, aber wir haben in Ruhe, Sicherheit und vor allem Frieden gelebt.mehr... -
stadtverordnete-entschieden
Am 29. Juni wollte die Schweriner Stadtvertretung über den Bürgerantrag zum entgeltfreien öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt entscheiden. Was sie dann auch tat. Als einer der Stadtvertreter, der zu der Beratung eilte, das Spruchband unserer Kleinstdemo vorm Rathaus las, rief er uns zu: Schöne Idee, ja, aber wer soll das bezahlen?! Ich fragte mich in dem Moment: Hat er unser Konzept, über das er befinden soll, überhaupt gelesen? Ein Journalist beschrieb in einem Artikel recht sachlich unser Anliegen, die zahlreichen Probleme, die dabei entstünden, und die Vorteile für die Bürger und Gäste der Stadt. Er gebrauchte allerdings den etwas irreführenden Zungenschlag vom »kostenlosen« Nahverkehr. Den gibt es natürlich nicht. Was ist schon kostenlos... Die Stadtvertreter kamen an dem Abend zu einem, wie ich finde, weisen Entschluss. Am wichtigsten: Die Mehrheit zeigte sich sehr offen für die Grundidee Fahren ohne Ticket: Das Finanzierungsprinzip ist einfach. Alle Einwohner ab 18 zahlen monatlich elf Euro. Zusammen mit einem vergünstigten Pendlertarif und einem Gästeticket wären die Fahrkosten gesichert; niemand bräuchte mehr einen Fahrschein zu kaufen. Und: In Schwerin entstünde etwas, was für viele Bürger nicht allein eine enorme Erleichterung im Alltag brächte. Es gäbe für viele bessere Möglichkeiten zur Teilhabe an den sozialen Angeboten. Die Lebensqualität in der Stadt würde im Ganzen – und für alle – entschieden verbessert. Die Landeshauptstadt gewänne somit einen kräftigen Zuwachs an Zukunftsfähigkeit, also Modernität. Allerdings, nicht weniger wichtig: All das ist nicht einfach so, per Beschluss, zu machen. Die Einführung des entgeltfreien öffentlichen Nahverkehrs bedarf etlicher Voraussetzungen und erzeugt eine Menge praktischer Probleme, die bedacht und gelöst werden müssen. Aber so ist das nun mal bei allem Neuen, ganz normal. Vor allem: Geist und Zusammenwirken müssen investiert werden. Die Finanzierung nach dem Solidarprinzip ist rein rechnerisch leicht, aber man kann niemanden zur Solidarität zwingen. Also müssen die rechtlichen Grundlagen zu so einer Kommunalabgabe mit dem Land geprüft (bzw. geschaffen) werden. Und genau diesen Auftrag erteilte die Stadtvertretung dem neuen Oberbürgermeister. Weise nenne ich das, weil sich darin Offenheit für Neues und zugleich seriöse Grundierung verbinden. Ein guter Zwischenschritt für die Bürgeraktivisten um den Architekten Gottreich Albrecht und die Lehrerin Jana Wolff. Seit acht Jahren nun engagieren sie sich mit ihrer kleinen Gruppe für das Projekt. Seit acht Jahren... Warum die doch so »volksnahen« Vertreter der AfD in der Stadtvertretung nicht für so etwas stimmten, ist mir ein Rätsel. Dr. Jürgen Borchardt, Jana Wolf, Torsten Müller, Gottreich Albrecht, Schwerinmehr... -
frieden-statt-krieg-2
Mit statistischen Methoden lassen sich gesellschaftliche Entwicklungen manipulieren. Vieles erinnert an die 1930er Jahre. Der Tagesspiegel berichtete am Montag über den Wegfall zehntausender Industriearbeitsplätze, hohe Energiekosten und steigende Arbeitslosigkeit bei VW. Die Lage in Deutschland sei »prekär bis dramatisch«. Handelsblatt wurde noch deutlicher. Einer Umfrage zu Folge planen hauptsächlich Mittelständische Unternehmen »raus aus Deutschland«, Grund sei, »das teure Personal«. Es zeige sich Zurückhaltung bei neuen Arbeitsplätzen, dafür Automatisierung und KI. Die CDU und SPD Regierung krampft bis zur »Sommerpause« um »Reformen«. Innenpolitisch ziehen gespenstisch »Reformstau«, »Investitionsstau« oder »überalterte Gesellschaft« durch Regierungskreise und ihre Medien. Der Boden für »Sozialabbau« und Umstieg auf volkswirtschaftlich schädliche Rüstung ist bereitet. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, eine verfehlte Energiepolitik, Wirtschaftskrieg, Rüstungswahn und »Großmachtbestrebungen« (größte europäische, konventionelle Armee, an 4. Stelle in der Welt bei Rüstungsausgaben und Führungsanspruch) haben den Wirtschaftsstandort ins Tal geführt. Kapital scheut vor Investition in D und der EU. In dieser Situation neue Wirtschaftskriege mit dem Kreml und China, sowie im Nebenschauplatz Zollstreit mit den USA. Nur noch gefährlicher ist die Eskalation an der »NATO Ostflanke«. Der Oberste NATO Befehlshaber und US Geheimdienste sagen, Russland hat keinen Plan anzugreifen. Dem gegenüber stehen Pistorius u.a. mit der Behauptung Russland greift 2029 an. Stellt sich auch die Frage: »Wie könnte Russland eskalieren?«. Das weltweit größte Land verfügt über 6.500 Atomsprengköpfe und ballistische Raketen, davon ein Großteil unabwehrbar im mehrfachen Überschallbereich. Deutschland hat aus russischer Sicht die USA als »Hauptfeind« abgelöst. Die verstärkten Drohnenlieferungen für Ziele im russ. Hinterland ließen 120 Rüstungsfirmen der EU als legitime Ziele benennen. Einen zweijährigen deutschen UN Sicherheitsratssitz lehnte die Weltgemeinschaft ab, doch wohl ein deutliches Zeichen.mehr...
