Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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mehr-wertschaetzung
Ohne die Leistugen jedes einzelnen Sportlers zu schmälern, aber was den Leistungssport auf Bundesebene angeht, ist MV wirklich kein Leuchtturm. Um so unverständlicher ist es, dass dem Frauenvolleyball in Gestallt des SSC Schwerin so wenig mediale Aufmerksamkeit gewidmet wird. Während über Hansa Rostock jedes Detail berichtet wird, obwohl der Klub nun leistungsmäßig seit Jahren stagniert, sind die großartigen Erfolge der Frauen des SSC kaum eine Nachricht in den Medien wert. Hansa verschleißt einen Trainer nach dem anderen, ohne wirklich nach oben zu kommen, wohin dagegen es Trainer Felix Kosloeski seit Jahren kontinuierlich gelingt, immer wieder eine Mannschaft zu formen, die in der Bundesliga die Spitze bestimmt. Und das ganz sicher mit einem viel geeingerem Etat als Hansa. Wenn man sieht, mit welcher Leidenschaft und Einsatzwillen die Frauen kämpfen, dann nötigt das Respekt ab. Da kann sich keine mal hängen lassen, weil das Spiel in jeder Phase vollen Einsatz von allen fordert. Um nicht falsch verstanden zu werden, es ist mir schon klar, dass Fußball eine größere Resonanz hat, aber Ehre, wem Ehre gebürt, und die bessere und erfolgreichere Leistung bringen nun mal die Frauen des SSC und darauf sollten wir als Land auch stolz sein und entsprechend wertschätzen.mehr... -
waldweg
Ein Specht hat diesen Baum gepachtet, hämmert seine Mahlzeit frei. Ich geh vorbei und bleibe unbeachtet. Es lag wohl dran: Ich hielt für eine kleine Weile meinen Atem an.mehr... -
ausgrenzung-statt-fairem-miteinander
Ich könnte darüber klagen, dass es die von mir favorisierte Partei nicht in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geschafft hat. Das ist bedauerlich, aber letztlich muss ich dieses Wahlergebnis akzeptieren. Was ich aber nicht nur unschön finde, sondern auch für ausgesprochen unklug und kurzsichtig halte, ist der Umgang der aktuellen Regierungskoalition mit der Partei, die bei der letzten Landtagswahl mit Abstand die meisten Stimmen erhalten hat. Sie von der politischen Zusammenarbeit auszuschließen, entspricht aus meiner Sicht nicht dem Wunsch vieler Menschen in unserem Land. Ich befürchte zudem, dass eine solche schamlose Ausgrenzung langfristig Folgen haben könnte, die eigentlich niemand von uns will. Stattdessen werden im Lande unbedeutende Kleinparteien, die nur mit Mühe und Not den Einzug ins Parlament geschafft haben, in die Regierungsbildung einbezogen, während der eigentliche Wahlsieger mit einer Beobachterrolle vorliebnehmen soll. War das der Wählerwille? Ich kann es mir nicht vorstellen! Eine solche unselige Konstellation, wie wir sie jetzt haben, wird politisch auf Dauer für zusätzlichen Sprengstoff sorgen und die ohnehin schon mäßige Stimmung im Lande weiter gefrieren lassen. Es reicht einfach nicht, immer nur gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Wohin die fruchtlose Diskussion um "Brandmauern" und "rote Linien" geführt hat, haben wir gerade anschaulich in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern erlebt. Deshalb sollte es jetzt darum gehen, nicht weiter Schattengefechte zu führen, sondern miteinander zu sprechen, unterschiedliche Positionen auszutauschen und in der Sache um die besten Lösungen zu ringen. Was ich mir als Wähler wünsche, ist ein faires politisches Miteinander - und das es vor allem um Sachfragen geht und nicht vordergründig um Ämter und Posten. Sollte es den Parteien weiterhin nicht gelingen, dieses schädigende Geklüngel zu überwinden, werden hoffentlich beim nächsten Urnengang die Weichen so gestellt, dass wir aus dem jetzigen Dilemma unbeschadet herauskommen.mehr... -
schlaues-haus-am-haff
Kleine Schule an Waldes Rand. Versteckt und nur wenig bekannt. War Gast, auf Arbeit zu gleich. Konnt sehn, dem Wissen sein Reich. Frohe Kinder so lernend auf Zeit . Stehen im Leben der Zukunft bereit ! Hohe Begabung fachlicher Kräfte. Zur Pause das Brot, aber auch Säfte. Eltern gingen einstmals den Weg. Heute sie bauen Brücke und Steg. Sicheres gehen und Achtung auf's Wort ! Erfüllung zur Lösung, an diesem Ort. Findet hin zu Respekt und Vertrauen ! Ließen einst diese Schule erbauen. Gib dir Mühe und stelle die Frage ! Merke die Antwort, die man dir sage. Last des Lernens muss jeder ertragen. Selbst Ferien bleiben nie ohne Fragen. Eines kann euch mit Sicherheit sagen. Kleine Schule, steht in Leopoldshagen. Kleine Schule an Waldes Rand ! Zeig dein Kindern klaren Verstand ! Hier zu Gast nun rechne und schreib ! Kinder im Frieden, auf das es so bleib !mehr... -
gesundheitswesen-am-limit
meine Frau (73 Jahre) hatte kürzlich einen Facharzttermin in der Uniklinik Greifswald. Um 06:15 Uhr musste sie von Sellin aus losfahren, um den Termin um 10:00 Uhr zu erreichen. Seit 09:30 Uhr saß sie im Wartebereich – ohne Wasser, ohne Essen, ohne Information. Erst um 15:30 Uhr wurde sie aufgerufen. Um 19:00 Uhr war sie wieder zu Hause. Eine 73‑jährige Frau, die 13 Stunden für einen Arzttermin unterwegs ist – das ist nicht nur unzumutbar, sondern ein Hinweis darauf, dass unser Gesundheitswesen an vielen Stellen nicht mehr funktioniert. Während die Politik sich streitet, tragen die Bürger die Last. Besonders die Ältesten, die auf funktionierende Strukturen angewiesen sind. Es ist Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin und Schwerin die Realität der Menschen ernst nehmen und handeln. Mit freundlichen Grüßen Peter Ahrendmehr...
