Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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absicht
Voller Interesse lese ich sonntags immer den BLITZ neben meiner OZ. Am meisten interessieren mich immer die Leserbriefe, denn darin werden oft Sachen veröffentlicht, die man woanders nicht findet. Nun mein Problem! Letzten Sonntag sah ich im ZDF die Sendung »Fernsehgarten« aus Wilhelmshafen und war geschockt, dort lag der Trawler »Gera« Ros 223 als Museumsschiff an der Kai und ich dachte, was ist bloß in unserem Lande los. Rostock hatte einmal eine der größten Hochseefischereiflotte der Welt, und nichts erinnert daran, nicht der ehemalige Fischereihafen, Fischkombinat Rostock, nicht das Haus der Hochseefischer am Holbeinplatz, das jetzt Haus des Bauens heißt, nichts, nichts, nichts. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass man so mit der Rostocker Seefahrt umgeht. Ich selbst habe Hochseefischer gelernt, 1953 angefangen, als Matrose Bestmann und nach entsprechendem Schulbesuch in der Ingenieurschule für Fischwirtschaft als Steuermann und Kapitän gefahren. Als die Schiffe immer größer und die Reisen immer länger wurden, bin ich zum VEB BBB gewechselt und bis 1993 als Kapitän eines Schleppers rund um die Welt gefahren. Ich betone es noch einmal, und deshalb der Brief, ich kann es nicht verstehen, dass in Rostock nichts mehr an die große Zeit der Hochseefischerei erinnert. Ist das gewollt, besser gesagt, Absicht?mehr... -
weiter-so
Als der russische Präsident am 25.9.2001 im Deutschen Bundestag stehenden Beifall erfuhr vollzog sich auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet eine enge Zusammenarbeit. Ideale Bedingungen für eine Wirtschaftszone von Wladiwostok bis Lissabon. Diese Kombination aus Kapital, Technologie, Rohstoffen und motivierten Arbeitskräften gefährdete die Vormachtstellung der USA. Die Transatlantiker agierten. 2020 gipfelte das in der US Drohung gegen Öl- und Gaslieferungen aus Russland. Der EU Wirtschaftsstandort verlor seine Vorteile. Unter dem begriffslosen Termini »Faschismus« begann der reaktionäre Staats- und Gesellschaftsumbau. Die Wahlergebnisse in drei Ostdeutschen Bundesländern, die Demos am 3. Oktober und die Schülerproteste gegen die Wehrpflicht widerspiegelten den Protest der Wähler und Jugendlichen. Nicht nur die schwarz/rote Regierungspolitik, auch die Bundesländer, tragen enorme Verantwortung. Deutlich sichtbar in MV im Abschlußbericht des Untersuchungsausschusses Klimastiftung (PUA). Vier Jahre, im Mai 2022 gegründet, tagte der Ausschuss, gefordert von der CDU, FDP und den Bündnis Grünen. Alle erhielten die Wahlquittung. Dem Steuerzahler kostete der Ausschuss 7 Millionen €. Ergebnis, außer Spesen, 900 Seiten Abschlußbericht, 80 Aktenordner, 151 GB Dateien als »Beweismittel« für? Im PUA nicht eine Forderung nach der Untersuchung zu den Sprengungsverursachern. Während Frau Merkel bereits vor Febr. 2022(!) Friedensbemühungen (Minsk I,II) torpedierte, gab die Bundesregierung bisher über 130 Mrd. € zur Führung des UK Krieges. Jetzt, mit Merz und Wadephul in Kiew, wird deutlich, es geht um Rüstungsgeschäfte für Rheinmetall und Co.. Dafür wird mit »Reformen« zusätzlich Geld aus dem Volk generiert. Die SPD Zuckersteuer »sichert« auch noch über 1000 neue Verwaltungsstellen.mehr... -
kriegsende-in-der-ukraine
Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dass der Krieg in der Ukraine sehr schnell beendet wird. Es darf nicht sein, dass täglich Hunderte oder sogar noch mehr Menschen erschossen werden und Massen an Häusern und Fabiken auf beiden Seiten vernichtet werden. Deshalb ist es unbedingt notwendig diese menschenfeindlichen Handlungen zu beenden. Keine Unterstützung des Krieges mehr. Da ich selbst noch als Flaksoldat im Krieg und danach in russischer Gefangenschaft war, liegt mir das besonders am Herzen. Die Bombenangiffe auf Stettin und die schwere, schmerzhafte Zeit im Außenlager Fünfeichen Neubrandenburg haben sich tief in mein Leben eingeprägt. Deshalb war es für mich eine große innere Genugtuung, dass der deutsche und russische Außenminister Zusammenkunft hatten. Aber gleichzeitig müssen die Waffen schweigen, ein Waffenstillstand muss von beiden Seiten angeordnet werden. Es geht um Menschenleben und nicht um Sieg oder Niederlage.Die Menschen beider Länder finden sich wieder zusammen, denn sie waren schon vor Jahrzehnten ein Staat. Siehe Beispiel Polen und Deutschland. Ich bin selbst Flüchtling. Schon seit vielen Jahren sind wir wieder mit Polen befreundet. Reisen und erholen uns und staatliche Verträge für die Zusammenarbeit sind unterzeichnet. Ich hoffe sehr, dass meine Worte gehört und zum Erfolg beitragen.mehr... -
das-kat-syndrom
Als in den 80er Jahren französische Autobauer den KAT auf den Markt brachten, tönte es von den deutschen Premium-Herstellern: So etwas brauchen wir nicht, wir bauen Motoren, die das unnötig machen! Ein Blick unter die heutigen Autos zeigt, wie die Geschichte weiter verlief. Diese Haltung von Realitätsverweigerung und Überheblichkeit findet gegenwärtig in unserem Establishment ihre Widerspiegelung, das heißt in den herrschenden Parteien einschließlich der Grünen sowie natürlich der Leitmedien. Kritik an ihnen als den Verantwortlichen für ihre jahrzehntelange Politik wird sofort als Angriff auf die Demokratie diffamiert. Dass Parteien sich befehden, ist normal, aber dem Wähler zu drohen, ist nichts als schäbig. Daher ist es schon verwunderlich, dass bisher nicht nach der Einführung eines Zweiklassenwahlrechts gerufen wird, um damit das richtige Ergebnis zu garantieren. Und es ist nichts als Erpressung, wenn aus God’s own country 2.0, dem Land, wo nach eigener Aussage die Welt ja noch in Ordnung ist, dem Osten mit der Kündigung des Länderfinanzausgleichs gedroht wird. Dabei möchte der mündige Wähler keinen Systemwechsel, wohl aber einen Politikwechsel. Wenn die herrschenden Parteien das nicht wollen oder können, dann bestraft sie eben das Leben. Wie kann es überhaupt sein, dass buchstäblich niemand Minister Pistorius auffordert, auch in seinem aufgeblähten Haushalt 10 Prozent einzusparen so wie das mit den Sozialausgaben für die Schwächsten in unserem Land geschehen soll? Warum fordert niemand die Reichsten auf, für ein paar Jahre wenigstens auf die Zinsen, nicht auf ihr Eigentum, zu verzichten? Stattdessen sollen wir uns darauf freuen, bald wieder die stärkste Armee in Europa zu haben, dass 2060 die Lebensunterschiede zwischen Ost und West überwunden sind und dass wir bis dahin mit dem künstlich herbeigeredeten Generationskonflikt leben sollen.mehr... -
fragwuerdig-2
mehr...Wer die weitgehende Abschaffung des Beamtentums in Rostock begrüßt, sollte seine Argumentation auf überprüfbare Fakten stützen. Der Leserbrief lässt daran erhebliche Zweifel aufkommen. Beamte erhalten keineswegs „doppeltes Kindergeld“. Hier werden gesetzliches Kindergeld und besoldungsrechtliche Familienzuschläge verwechselt. Auch die Behauptung, Pensionen würden jährlich 13- bis 14-mal ausgezahlt, ist irreführend. Sonderzahlungen wie das "Weihnachtsgeld" sind gesondert geregelt, wie übrigens auch bei Tarifbeschäftigten.
Besonders fragwürdig ist die Annahme, durch den Verzicht auf Verbeamtungen würden automatisch Steuergelder eingespart. Für Tarifbeschäftigte fallen zusätzlich zum Bruttogehalt Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und Zusatzversorgung an, während bestehende Pensionsverpflichtungen erhalten bleiben. Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsberechnung, die tatsächliche Einsparungen wenigstens mittelfristig belegt, fehlt bislang.
Auch die behauptete Arbeitgeberattraktivität ist keineswegs selbstverständlich. Angesichts des demografischen Wandels kann der Wegfall der Verbeamtungsmöglichkeit die Personalgewinnung erschweren. Unbesetzte Verwaltungsstellen mögen kurzfristig Kosten senken, schwächen jedoch die Leistungsfähigkeit der Verwaltung.
Wer eine politische Entscheidung als Sparmaßnahme lobt, ohne deren Wirtschaftlichkeit belegen zu können, läuft Gefahr, eine sachliche Debatte über öffentliche Finanzen auf eine Neiddebatte über vermeintliche Beamtenprivilegien zu reduzieren. Entscheidend ist nicht, wie viele Beamtenstellen verschwinden, sondern ob Rostock tatsächlich Geld spart, ohne seine Verwaltung zu schwächen. Genau dieser Nachweis fehlt.
