Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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Zu den Leserbriefen »Landtagswahlen in MV«, BLITZ vom 4. und 25. Oktober, und »Landtagswahl in MV«, BLITZ vom 11. Oktober: Zum Leserbrief »Landtagswahl in MV«: Dem Verfasser diesem Augen und Ohren öffnenden, klar formulierten Text ist großem Dank zu zollen und spricht gleichdenkenden Bürgern aus der Seele. Den Verantwortlichen der BLITZ-Redaktion gilt ebenso großem Dank, dass diese Gegendarstellung veröffentlicht wurde, was der Beweis für »Freie Presse und Freie Meinungsäußerung« in unserer Republik spricht, welche von anderen Bürgern unserer Republik bezweifelt, sogar radikal widersprochen wird. Zu den Leserbriefen »Landtagswahlen in MV«: Ich erlaube mir zu bemerken, dass ich Verständnis für Darstellungen gemäß Leserbrief vom 4.und 25. Oktober habe und nachvollziehen kann, warum und wie es zu derartigen Haltungen und Darstellungen kommt. Entsprechende Sozialisierung, Erziehung (mit oder ohne Konzept der Elternhäuser), gesellschaftliche Prägung und fehlende Selbstreflexion im persönlichen und politischen Kontext, ist die Ursache von populistischen Reaktionen und Agitationen. Anonyme Leserbriefe sprechen für sich. Ich erlaube mir an dieser Stelle aber auch zum Ausdruck zu bringen, dass demokratisch orientierte Bürger, insbesondere den parteipolitisch Organisierten, sowie auch denen in politischer Verantwortung, die im demokratischen Konsens denken und handeln es daran fehlt, klar formulierte Überzeugungsarbeit zu leisten und auch der dazugehörigen Geduld. Argumentieren indem man draufhaut und Agitation mit Schuldzuweisungen ist fehl am Platze und führt nicht dazu, Verständnis von anders Denkenden zu erhalten.mehr... -
engagement-ist-gefragt
Etliche Menschen, die in den 60er Jahren geboren wurden, gehen demnächst in den wohlverdienten Ruhestand. Viele davon haben schon ihre Pläne für das Rentnerdasein und wissen, wie sie ihre Zeit nutzen werden. Wer noch freie Kapazitäten hat, ist weiterhin gefragt, denn etliche Vereine suchen Verstärkung. Kann man Zeit mit Menschen verbringen, die ähnliche Interessen verfolgen, bereichert das eigene Leben und steigert die Zufriedenheit. Je nach Veranlagung gibt es Betätigungsfelder im kulturellen, sportlichen oder zum Beispiel ökologischen Bereich. Wer sich gern bewegt, hat gute Chancen, Gleichgesinnte zu finden. Auch Menschen, die sich als Trainer oder Schiedsrichter engagieren wollen, werden gesucht. Neben dem größten Fußballverein der Hansestadt Rostock gibt es noch etliche Clubs, die sich dem Breitensport widmen und das sogar sehr erfolgreich. Für die Fußball-Weltmeisterschaften der Ü70-Kicker, die vom 12. bis 16. Oktober in Australien stattfanden, stellte der ESV Lok Rostock auch Personal. Deutschland wurde Vize-Weltmeister und dann darauf stolz sein. Also, liebe zukünftigen Rentner, Engagement ist gefragt und erwünscht, denn eine Gesellschaft leben davon, dass Menschen Zeit miteinander verbringen und aktiv bleiben.mehr... -
nur-das-noetigste-wird-uns-spaeter-leid-tun
Das Bauprojekt Warnowbrücke wäre eine noch größere Attraktion, wenn sie nicht nur für den Fuß- und Fahrradweg konzipiert wäre. Ähnlich, wie auf der Seebrücke in Koserow, hätte ich mir auf einen dazu breiteren Teil einen Kiosk und Bänke zum Verweilen gewünscht. In Koserow hat man das und kann zum Beispiel Getränke beim Betrachten des Sonnenunterganges vor Ort beziehen. Auf der Warnow ebenfalls eine Aussicht bewundern zu können, wäre in ähnlicher Atmosphäre für Besucher und Einheimische ein unvergessenes Erlebnis. Ich sehe aber auch die jetzt entstandenen Baukosten, die sich meines Erachtens nur noch in Verbindung mit diesem Erlebniseffekt rechnen würden. Statt sich nach der Absage der BUGA auf ein Projekt richtig zu konzentrieren, will man in Rostock andere Großprojekte am besten gleichzeitig bedienen, so dass die Mittel für das entsprechende Projekt sich nur noch auf das Nötigste konzentrieren. So hat man die Brücke nur für den Durchgang geplant und die anderen Möglichkeiten ausgelassen, ein neues Theater für nur 650 Menschen im großen Saal, also gerade mal 100 Plätze mehr wie im alten Haus, und ein Archäologisches Museum will man auch noch irgendwie. Ich meine, ein Projekt richtig ist besser als mehrere halb! Über eine Nachnutzung des alten Hauses gibt es keinen Informationen, auch welchen Wert der alte Komplex hat. Will sich eine hochverschuldete Stadt dann einen Leerstand oder Abriss leisten?mehr... -
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Man müsste einfach nur das Wahlsystem ändern, das Wahlergebnis würde dann wesentlich demokratischer den Willen des Volkes wiedergeben, und das Gezänk zwischen den Parteien hätte ein Ende. Wie? Es gibt nicht nur eine Für-Stimme, sondern auch eine Gegen-Stimme, alle Stimmen werden aufsummiert. Alle mit positiven Ergebnissen kommen ohne 5%-Hürde ins Parlament und müssen gemeinsam die politischen Geschicke lenken, alle mit Null- oder Negativ-Ergebnissen sind draußen. Erhält eine Partei beispielsweise 30% Für-Stimmen und 10% Gegen-Stimmen, kommt sie mit 20 Anteilen ins Parlament. Erhält eine Partei beispielsweise 38% Für-Stimmen und 50% Gegen-Stimmen, kommt sie nicht ins Parlament.mehr... -
beamtenboom
Nun hat auch unsere Oberbürgermeisterin E. M. Kröger reagiert, um das Ausufern des Beamtentums zu stoppen. Seit Jahrzehnten wird darüber geredet, nichts hat sich getan. Inzwischen sind es so viele Beamte geworden, dass sie selbst alle Ansätze für Reformen unterlaufen können. Zweifelsohne sollen Polizei, Feuerwehr, Zoll, Justiz zur Wahrung hoheitlicher Aufgaben sich auf Beamte stützen können, alle anderen Berufsgruppen gehören meines Erachtens nicht dazu. Empörend ist insbesondere, dass in den Amtsstuben der Ministerien in Berlin die Zahl in den letzten Jahren von circa 18.000 auf über 30.000 gestiegen ist. Und wenn dann die Riege nach einer Wahl abtreten muss, wird das noch mit einem »Goldenen Händedruck« (Abendsegen) vergütet. Da wird dem Steuerzahler jedes Mal kräftig in die Tasche gegriffen; die Höhe der Pensionen beläuft sich auf 66 Milliarden Euro jährlich – »Neiddebatte« völlig überflüssig. Wann werden die Privilegien der überflüssigen Beamten endlich reduziert oder völlig abgeschafft? Oder will man mit dieser Pfründensicherung die Spaltung unserer Gesellschaft vertiefen? Es ist höchste Zeit, die überholten Regelungen zu reformieren. Auch das gehört zur Demokratie. Unsere Großeltern kamen vom Lande, sie snackten platt: »De Beamten un de Schwien sind uns‘ Ruin, de fräten uns de Hår von‘ Kopp.« Viele Jahre sind vergangen, die Probleme sind geblieben.mehr...
