Mecklenburger Blitz
In der Mecklenburger Blitz Verlag und Werbeagentur GmbH & Co. KG erscheint mit einer Gesamtauflage von über 800.000 Exemplaren in sieben Verlagen und 19 Ausgaben flächendeckend das auflagenstärkste Anzeigenblatt in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind der kompetente Partner und wirkungsstarke Werbeträger der lokalen und regionalen Wirtschaft vor Ort.
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Leserbriefe
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amtssprache-deutsch
Den Leserbrief City Cube möchte ich zustimmen. Auch ich sehe diese Verballhornung unserer Sprache kritisch. Es spaltet die Gesellschaft in Befürworter und Menschen, die das Denglisch nicht mögen oder nicht verstehen. Von "nicht mehr meine Sprache" zu "nicht mehr mein Land" ist es ein kurzer Weg. Die Amtssprache in Deutschland ist Deutsch. Also sollte Deutsch in allen öffentlichen Medien verpflichtend sein. Viele der Wortschöpfungen sind übersetzt einfach nur sinnlos. Warum ist eine Kofferwage ein Gadgat und keine Kofferwage? Im Supermarkt werden Geflügelkeulen als Drumsticks angeboten. Ach, damit wird Musik gemacht? Ich hätte mir die Drumsticks beinahe gegrillt. In Deutschland werden Sozialarbeiter als Streetworker bezeichnet. In England steht das Wort für eine Person, die ihr Geld mit Prostitution verdient. Ja, es muss mehr für Klima und Umweltschutz getan werden. Es kann nicht sein, dass für wenige Tage Weihnachtsmarkt Bäume gefällt wurden. Es kann auch nicht sein, dass ein Kleingarten nach den versiegelt wird. Wenn Rostock auch in 30 Jahren eine Stadt zum Leben sein soll, müssen die Damen und Herren im Rathaus und in der Bürgerschaft endlich aufwachen. Wenn nicht endlich im Interesse von Klimaschutz und Umweltschutz gehandelt wird, bekommen wir ein Treibhaus aus Glas, Stahl und Beton.mehr... -
hitze-hitze-und-ein-trockener-brunnen
Wir haben in Schwerin auf dem Bahnhofsvorplatz einen wunderschönen Brunnen , er heißt "Rettung aus Seenot" und er stand früher auf dem Schweriner Marktplatz . An allen vier Seiten spien Robben Wasser auf die Retter. Leider ist es schon eine geraume Zeit her, das Wasser flosss. Gerade jetzt bei dieser Hitzewelle wäre es doch schön, wenn Reisende oder Einheimische am Brunnenrand etwas Abkühlung finden könnten. Wird hier mit Wasser und Strom gespart oder ist ein technischer Defekt die Ursache für die Trockenheit?mehr... -
niemand-schaut-hin
Der ADAC hat es jüngst klar formuliert: „Der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise ist aus Sicht des ADAC nicht gerechtfertigt.“ Der Rohölpreis steigt nicht, und dennoch schnellen die Preise an den Tankstellen nach oben. Genau dieses fragwürdige Muster konnte ich heute in Sellin beobachten: Um 11:50 Uhr lag der Preis bei 1,91 Euro, kurz vor 12:00 Uhr plötzlich bei 2,13 Euro – ein Sprung von 22 Cent innerhalb weniger Minuten. Wenn Mineralölkonzerne bereits vor dem Ende des Tankrabatts die bevorstehende Steuererhöhung einpreisen, dann ist das nichts anderes als eine verdeckte Preispolitik auf dem Rücken der Bürger. Besonders bitter ist dabei, dass Politik und Aufsichtsbehörden öffentlich versprochen haben, „genau hinzuschauen“. In der Realität passiert jedoch das Gegenteil: Die Preisgestaltung bleibt intransparent, die Kontrolle wirkt zahnlos, und die Bürger zahlen die Zeche. Für einen Tourismusort wie Sellin, der auf Mobilität angewiesen ist, sind solche Preissprünge nicht nur ärgerlich, sondern schädlich. Vertrauen entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch konsequentes Handeln. Wenn Verantwortliche ihre eigenen Zusagen nicht einhalten, verliert ihr Wort an Gewicht. Es ist eine Schande – und es zeigt einmal mehr, dass die Bürger sich auf politische Versprechen in dieser Frage nicht verlassen können.mehr... -
sommertag
Die Sonne sendet Silber, bedeckt damit den Fluss, durch den die Boote gleiten, ein weisses ganz am Schluss. Am Himmel schweben Wolken wie Wattebäusche hin, die Schwanenkinder sitzen im Schilfe mittendrin. Und mag der Tag auch enden, versunken in die Stadt, der Sonnenschein wird bleiben, der uns gefunden hat.mehr... -
zu-kurz-gesprungen
Viel wäre zu manchen Aussagen in etlichen Leserbriefen zu sagen, die im „Schweriner Blitz am Sonntag“ kursieren, beispielsweise zu Solidarität und billigen Rohstoffen, woher sie auch immer kommen; zur Dialogverweigerung von Despoten, die nur eigene Bedingungen akzeptieren, zur Kriegsrhetorik, die in totalitären Strukturen allumfassend manipulativ ist und in demokratischen Ländern solche kritischen Infragestellungen wie eben jene Leserbriefe ebenso zugelassen werden wie Widerstand und Friedensdemonstrationen. Viel wäre zu sagen über die Kriegsgewinnler, die am meisten profitieren in Systemen, in denen der Widerstand dagegen am geringsten ist. Nicht umsonst ‚lieben‘ sich China, Nordkorea und Russland derzeit so sehr! Doch all das greift viel zu kurz; auf dieser Ebene liegen ohnehin die Fakten vollständig auf dem Tisch. Atommächte wurden und werden nicht bedroht. Diese Lügen dienen nur der Vertuschung ihrer imperialistischen Großmachtansprüche. Nein, es gibt eine andere, zugrunde liegende Dimension dieser Konflikte, die aus interessengeleiteten Gründen wohlweislich verschwiegen wird. Es geht um das Welt – und Menschenbild, um Menschenrechte und Menschenwürde, um deren unbedingte Geltung, die ohne Rückbindung (Religio) an eine absolut liebende Person, die jede Grenze sprengt – auch und vor allem nationalistische Großmachtphantasien! – nicht möglich sind und deren Fehlen der Grund aller Übel ist. Selbst der Missbrauch religiöser Deutung kann dessen wirkliche Bedeutung nicht aufheben. Ganz im Gegenteil, erweist gerade er doch dessen Erfordernis! Sonst wäre der Missbrauch als solcher gar nicht identifizierbar. 1938 (!), vor fast 90 Jahren, noch vor Ausbruch des verbrecherischen Vernichtungskrieges, in dem auch nationalistischer Rassenwahn sich tarnte mit der Aussage, dass dieses „Herrenvolk“ doch „Lebensraum im Osten“ braucht, schrieb ein hellsichtiger Zeitgenosse: „Die Welt muss es schrecklich bezahlen, dass ihre Führer nur an die natürlichen Kräfte im Menschen, an die Leidenschaften von Fleisch und Blut, also gerade an das Dunkle, Trübe, an das Chaos, an die Sünde in ihm appellieren, um ihre Ziele…zu verwirklichen. Und darum ist die Wirklichkeit…tragisch, friedlos, mit dem Sprengstoff aller Katastrophen geladen.“ (Karl Pfleger, „Die reichen Tage“, 199) Wir wissen heute nur zu gut, was nach 1938 geschah. Vielleicht muss dieser Weckruf heute viel lauter erschallen, weil auch 1938 jener grundlegende Hinweis missachtet wurde, der da lautet: „Es gibt kein wahres Menschenleben…keine echte, heile, integrale Wirklichkeit ohne …Glauben.“mehr...
