Mecklenburger Blitz
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Leserbriefe
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die-mechanik-der-verzerrung
Von selektiver Empörung bis zur Täter-Opfer-Umkehr: Wie eine Schieflage in der Berichterstattung und politische Tatenlosigkeit das Vertrauen untergraben und gesellschaftliche Ressentiments schüren. Wenn Journalismus nicht mehr abbildet, was geschieht, sondern Berichte nach vorgefertigten Narrativen filtert, verliert er seine wichtigste Funktion für die freie Debatte. Ein Blick auf die Berichterstattung über den Nahen Osten und religiöse Konflikte offenbart ein besorgniserregendes Phänomen: Viele Medien agieren längst nicht mehr als neutrale Beobachter. Das Versagen liegt dabei selten in expliziten Falschmeldungen, sondern in einer systematischen Schieflage von Verhältnismäßigkeit, Kontext und politischer Handlungsbereitschaft. Besonders eklatant zeigt sich diese Verzerrung beim Thema religiöser Diskriminierung. Wenn in Jerusalem Kleriker bespuckt oder beschimpft werden, schalten öffentlich-rechtliche Nachrichtenformate wie die Tagesschau schnell in den Modus maximaler Betroffenheit. Von „entsetzlichen Vorfällen“ und einer „absoluten Verrohung“ ist dann die Rede. So berechtigt die Kritik an solchen Übergriffen im Einzelfall ist, so auffällig ist das zeitgleiche Schweigen zum eigentlichen Ausmaß globaler Verfolgung: Dass weltweit in über 50 Ländern Millionen von Christen existenziell bedroht, vertrieben oder systematisch drangsaliert werden, ist denselben Redaktionen kaum eine Randnotiz wert. Geschehnisse werden nicht nach ihrer menschlichen Tragweite gewichtet, sondern danach, wie gut sie in das eigene politische Framework passen. Die Scheinheiligkeit vor der eigenen Haustür: Noch deutlicher wird das Scheitern von Politik und Medien mit Blick auf die Verhältnisse im eigenen Land. Während Betroffenheit über Vorfälle im Ausland lautstark inszeniert wird, herrscht vor der eigenen Haustür oft hilflose Relativierung. Es gehört inzwischen zur traurigen Realität in Deutschland, dass das offene Tragen einer Kippa auf öffentlichen Straßen in vielen Städten mit realen Gefahren für Leib und Leben verbunden ist. Selbst staatliche Stellen raten Juden stellenweise davon ab, sich in bestimmten Quartieren als solche zu erkennen zu geben. Gleichzeitig marschieren Demonstrationszüge über deutsche Straßen, auf denen unverhohlener Judenhass skandiert, das Existenzrecht Israels abgesprochen und religiöse Hetze verbreitet wird. Die Reaktion der Politik erschöpft sich meist in rhetorischen Floskeln und ritualisierten Beileidsbekundungen. Greifbare Konsequenzen, ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaates oder schlüssige Konzepte, wie diesem Treiben auf deutschen Straßen wirksam Einhalt geboten werden soll, bleiben Mangelware. Katalysator statt Korrektiv: Judenhass und Anti-Israel-Aktivismus speisen sich heute aus den unterschiedlichsten Lagern – von linken Aktivisten über die islamisch geprägte Community bis hin zur extremen Rechten und Teilen der bürgerlichen Mitte. Anstatt als differenzierendes Korrektiv zu wirken, fungieren Massenmedien durch einseitige Framing-Muster oft als unfreiwillige bzw. vorsätzliche Beschleuniger. Wenn Antisemitismus verharmlost, durch Täter-Opfer-Narrative bedient oder aus Angst vor politischen Fehltritten verschwiegen wird, verfestigen sich alte Vorurteile in neuem Gewand. Ein Journalismus, der Selektion vor Sachlichkeit stellt, beschädigt seine eigene Glaubwürdigkeit nachhaltig. Und eine Politik, die bei Hass auf den eigenen Straßen wegschaut, verliert ihre Legitimität. Wer mit zweierlei Maß misst, schürt genau jene Spaltung, die er in Sonntagsreden regelmäßig beklagt.mehr... -
geplante-pflegereform-2027
Die geplante Pflegereform 2027 ist ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, eingezahlt und vertraut haben. Während die Bundesregierung Milliarden für internationale Verpflichtungen und Rüstungsausgaben bereitstellt, soll ausgerechnet im Bereich der Pflege gespart werden – dort, wo die Schwächsten unserer Gesellschaft auf Unterstützung angewiesen sind. Schon heute liegen die Eigenanteile in Pflegeheimen bei 2.500 bis 3.500 Euro monatlich. Viele ältere Menschen im Landkreis Vorpommern-Rügen können diese Summen nicht aufbringen. Familien werden überfordert, Ersparnisse aufgezehrt, Lebenswerke verkauft. Und nun soll die Belastung weiter steigen? Das widerspricht dem Sozialstaatsprinzip nach Art. 20 Abs. 1 GG und berührt die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG. Die geplante Pflegereform 2027 ist ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, eingezahlt und vertraut haben. Während die Bundesregierung Milliarden für internationale Verpflichtungen und Rüstungsausgaben bereitstellt, soll ausgerechnet im Bereich der Pflege gespart werden – dort, wo die Schwächsten unserer Gesellschaft auf Unterstützung angewiesen sind. Schon heute liegen die Eigenanteile in Pflegeheimen bei 2.500 bis 3.500 Euro monatlich. Viele ältere Menschen im Landkreis Vorpommern-Rügen können diese Summen nicht aufbringen. Familien werden überfordert, Ersparnisse aufgezehrt, Lebenswerke verkauft. Und nun soll die Belastung weiter steigen? Das widerspricht dem Sozialstaatsprinzip nach Art. 20 Abs. 1 GG und berührt die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG. Der Staat muss gegensteuern – nicht reformieren, indem er Leistungen kürzt. Notwendig sind eine Deckelung der Eigenanteile, ein höherer Steuerzuschuss zur Pflegeversicherung und eine Stärkung der kommunalen Pflegeinfrastruktur. Pflege darf nicht zum Luxusgut werden. Ich fordere die politischen Entscheidungsträger auf, diese Reform kritisch zu überarbeiten und die Interessen der Pflegebedürftigen ernst zu nehmen. Ein Sozialstaat zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern darin, wie er mit seinen schwächsten Bürgern umgeht Mit freundlichen Grüßen Peter Ahrendmehr... -
was-bin-ich-gluecklich
Wenn ich das ganze Gezerre und die Finanzierung und weiter Gestaltung der Renten und der Gesundheitspolitik so sehe, bin ich glücklich, schon Rentner zu sein und das andaurnde Chaos in der Politik mit einigermassen Gelassenheit betrachten zu können. Mir tun die jungen Menschen leid, über deren soziale Sicherheit im Alter in der Regierung ein Schacher der übelsten Art stattfindet. Seit Jahrzehnten wird der Beitragszahler veralbert. Von Blühms "die Renteist sicher" zu Riester als Rohrkrepierer, nun zu Rentenform der Selbstvorsorge. Fragtsich nur, wie der, der Nichts oder wenig hat, das hinbekommt. Nach wie vor bleiben regierungsseitig in den Überlegungen und Plänen die Reichen und Beamten ungeschoren. Es stellt sich sowieso die Frage, ob das Beamtentum in dieser Form ind dem Ausmaß überhaupt gerechtfertigt ist. Angeblich fehlt dem Staat Geld, um das Sozialsystem zu finanzieren. Es fehlt aber nicht an Geld für Aufrüstung, Unterstützung für Kriege, sinnlose Entwicklungsprojekte pompöse Regierungsbauten e.t.c. Wenn man lesen muss, das deutsche Krankenkassen mehr als 500 Millionen Euro in spekulativen Fonds verzockt haben, wohlgemerkt Beitragsgelder, dann fragt man sich, ob nicht etwas faul ist Staate Deutschland? Warum fällt es der Politik so schwer, das zu tun, was sie versprochen hat, nämlich zum Wohle des Volkes zu wirken? Der Bau von Panzern, Kampfflugzeugen, Raketen u.s.w., werden dem nicht gerecht.mehr... -
es-war-einmal-2
So fangen Märchen an, die man den Kindern erzählt. Heute versuchen viele Medien, jungen Menschen und Altbundesbürgern, die die DDR nie gesehen haben und bis heute nicht im Osten waren, weil sie glauben, das sei Sibirien, die DDR so zu erklären. Grundtenor dabei. die DDR wäre eine böse Diktatur gewesen, die durch die gute Demokratie der BRD besiegt wurde. Das Leben in dem Staat habe nur aus Mangel, Staasispitzel und politischer Diktatur bestanden, unter der die Bürger in Sack und Asche lebten. Sogenannte Comedians bezeichnen den Aufenthalt im Osten immer noch als Höchststrafe und das Westpublikum klatsch sich lachend auf die Schenkel. Es geht überhaupt nicht darum, Mängel und Fehler der DDR zu leugnen, aber es geht um eine gerechte Beurteilung des Staates, in dem 17 Millionen Menschen gelebt, geliebt, gearbeitet und gelacht haben. Sie fühlen sich noch heute von der falschen und überheblichen Beurteilung ihes Lebens gedemütigt. Ja, man musste zehn Jahre auf ein Auto warten, und es gab selten Bananen, aber es gab Brot für 51 Pfennig, Brötchen für 5 Pfennig, Benzin konstant an allen Tankstellen des Landes 1, 50 Mark und eine Straßenbahnfahrt für 10 Pfennig, um nur einiges zu nennen. Die meisten Westdeutschen wissen gar nicht, dass viele Waren, die sie billig gekauft haben, aus der DDR kamen. Wenn also alles so marode bei uns war, warum haben dann westdeutsche Wirtschaftsbosse um Termine nachgesucht und Regierungsvertreter immer wieder intern Kontakte gesucht? Und was die persönliche Unfreiheit angeht. In den Medien äussern sich dazu seltsamerweise immer nur solche Leute,wie Künstler, Kirchenvertreter, Widerständler und solche, die schon immer dagegen waren, aber alles Positive und Privilegien gerne genommen haben. Wie gesagt, es geht nicht um eine Glorifizierung der DDR. Es geht um ein wahres und historisch eingeordnetes Geschichtsbild, das den Menschen im Osten gerecht wird.mehr... -
unglaubliche-begegnung
Wie so oft bei diesem schönen Wetter, versuchen wir, wenn es die Zeit erlaubt, an den Kiessee Wusseken zu fahren um dort baden zu gehen. Das Wasser hat nach meiner Einschätzung eine sehr gute Qualität und ist auch optisch sehr sauber. Viele nutzen dieses Kleinod, um sich dort den Badespaß hinzugeben. Leider mussten wir mit Entsetzen in den letzten Jahren immer wieder feststellen, dass viele Badegäste nach der Beendigung ihres Aufenthaltes ihren Müll einfach liegen ließen, als gäbe es kein nächstes Mal mehr. Den Müll, den man dort vorfindet, besteht aus Plastik, Papier, Glasflaschen, Zigarettenkippen und alles, wozu man zu faul ist, es wieder mitzunehmen. Wir fanden auch schon mal kaputte Glasflaschen im Wasser. Egal wo wir uns in der Öffentlichkeit aufhalten, sollte wir uns doch bitte alle so benehmen und verhalten, als wäre es unser eigenes zu Hause. Heutzutage haben wir alle die Möglichkeit, unseren Müll genau dort zu entsorgen, wo er hingehört, das sind wir unserer Natur schuldig. Doch nun komme ich zu unserer unglaublichen Begegnung vom 06.08. 2026. Das Wetter war etwas verhalten, doch für uns gut genug, um unseren Badespaß nachzugehen. Als wir nach zwei Stunden die Badestelle verlassen wollten, sahen wir schon von Weitem zwei Personen mittleren Alters, Frau und Mann mit blauen Säcken, die damit beschäftigt waren, den Müll an der Badestelle und auch im angrenzenden bewachsenen Gelände einzusammeln. Wir kamen mit den Beiden ins Gespräch und waren erstaunt, dass sie diese Aktion aus freien Stücken taten, um den Müll anderer Leute zu entfernen. Wir drückten ihnen unsere Bewunderung aus und fanden ihre Aktion hochachtungsvoll, dass es noch Menschen mit Herz gibt und sich für die "Faulen" der Gesellschaft aufopfern. Wir möchten diesen Leserbrief dazu nutzen, um uns noch einmal für ihr Engagement zu bedanken und gleichzeitig hier einen Aufruf zu senden, an alle die den Kiessee nutzen, ihre Hinterlassenschaften selbst zu entsorgen, so, dass wir alle noch lange die schöne Natur ungehindert genießen können. Mit besten Grüßen Torsten und Ronamehr...
